<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>Perspektiven | Blockchain Europe</title>
	<atom:link href="https://blockchain-europe.nrw/category/perspektiven/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>https://blockchain-europe.nrw</link>
	<description>Forschung. Anwendung. Netzwerk.</description>
	<lastBuildDate>Wed, 16 Nov 2022 10:32:53 +0000</lastBuildDate>
	<language>de</language>
	<sy:updatePeriod>
	hourly	</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>
	1	</sy:updateFrequency>
	<generator>https://wordpress.org/?v=6.5.8</generator>

<image>
	<url>https://blockchain-europe.nrw/wp-content/uploads/2020/12/cropped-blockchain_europe_nrw_favicon_1-32x32.png</url>
	<title>Perspektiven | Blockchain Europe</title>
	<link>https://blockchain-europe.nrw</link>
	<width>32</width>
	<height>32</height>
</image> 
	<item>
		<title>4 Fragen zur Blockchain-Technologie mit Prof. Henke</title>
		<link>https://blockchain-europe.nrw/vertrauen-ist-gut-aber-die-blockchain-ist-besser/</link>
					<comments>https://blockchain-europe.nrw/vertrauen-ist-gut-aber-die-blockchain-ist-besser/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Scherer]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 16 Nov 2022 10:21:47 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Perspektiven]]></category>
		<category><![CDATA[Blockchain]]></category>
		<category><![CDATA[Forschung]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://blockchain-europe.nrw/?p=17860</guid>

					<description><![CDATA[Univ.- Prof. Dr. habil. Dr. h. c. Michael Henke, Institutsleiter am Fraunhofer-Institut für Materialfluss und Logistik IML sowie Verbundverantwortlicher von Blockchain Europe, beantwortet vier Fragen zur Blockchain-Technologie. Was macht die Blockchain-Technologie aus?Die Blockchain ist mehr als die Technologie hinter den virtuellen Währungen. Sie ist eine Technologie, die Geschäftsbeziehungen aus dem 20. ins 21. Jahrhundert befördert: [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Univ.- Prof. Dr. habil. Dr. h. c. Michael Henke, Institutsleiter am Fraunhofer-Institut für Materialfluss und Logistik IML sowie Verbundverantwortlicher von Blockchain Europe, beantwortet vier Fragen zur Blockchain-Technologie.</p>



<p><strong>Was macht die Blockchain-Technologie aus?</strong><br>Die Blockchain ist mehr als die Technologie hinter den virtuellen Währungen. Sie ist eine Technologie, die Geschäftsbeziehungen aus dem 20. ins 21. Jahrhundert befördert: vom Handschlag zum Hashwert. So wertvoll der Handschlag einst war, wir können die Zeit nicht zurückdrehen. Die Welt der Waren dreht sich immer schneller, die Kund*innen werden immer anspruchsvoller. Die Blockchain ermöglicht es, Daten fälschungssicher abzulegen. Das neue Motto der digitalen Welt lautet »Vertrauen ist zwar gut, aber die Blockchain ist besser«. </p>



<p>  </p>



<blockquote class="wp-block-quote has-text-align-right is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow"><p>Vertrauen ist zwar gut, aber die Blockchain ist besser.</p><cite>Prof. Michael Henke</cite></blockquote>



<p>  </p>



<p><strong>Steht die Blockchain-Revolution jetzt kurz bevor? </strong></p>



<p>Noch vor wenigen Jahren habe ich in einem Wirtschaftsmagazin einen Text über die Blockchain gelesen, den der Autor mit »Brauche ich das oder kann das weg?« überschrieben hatte. Die Antwort gab er sich allerdings schon im Vorspann selbst: Die Blockchain- Revolution könnte sogar größer werden, als viele denken. Von einer Revolution sind wir bei der Blockchain derzeit allerdings immer noch weit entfernt: Die Technologie kommt nicht schnell und sie kommt nicht abrupt. Aber der grundlegende strukturelle Wandel, der einer Revolution immanent ist, der ist schon da. Deshalb ist die Blockchain jetzt reif für die Unternehmenspraxis. </p>



<p><strong>Welche Rolle spielt Blockchain Europe dabei? </strong></p>



<p>Wir unterstützen Unternehmen bei ersten Analysen zum Einsatz der Technologie und bei der Maßnahmenplanung – dies alles auf der Basis neuester wissenschaftlicher Erkenntnisse und mit Blick für die Anwendung. Wir setzen Pilotprojekte auf und initiieren Unternehmensprojekte. Das ist »gelebte Forschung«, immer auf Augenhöhe mit der Praxis bzw. den Praktiker*innen im Betrieb. Vor allem kleinen und mittleren Unternehmen wollen wir die Möglichkeit bieten, sich mit der neuen Technologie vertraut zu machen: Schritt für Schritt.</p>



<p><strong>Wie viel Zeit haben Unternehmen denn noch?</strong></p>



<p>Wie bei der Einführung der meisten Technologien gilt heute bei der Blockchain umso mehr: Wer nicht rechtzeitig handelt, bleibt hinter der Zeit zurück. Das gilt insbesondere mit Blick darauf, dass die Blockchain-Technologie einen wichtigen Beitrag zur Steigerung der Nachhaltigkeit in Logistik und Supply Chain Management leisten kann. Unternehmen sollten die Chance, die Zukunft der Blockchain mitzugestalten, nicht verpassen. Da alle Entwicklungen aus unserer Initiative Blockchain Europe open source gestellt werden, ist die Einstiegshürde niedrig! Damit lade ich Unternehmen, Netzwerke, Start-ups und alle Interessierten herzlich ein, bei Blockchain Europe mitzumachen: Vertrauen Sie auf die neue Technologie – in all ihren Ausprägungen, Kombinationen und Anwendungen!</p>



<p>  </p>



<blockquote class="wp-block-quote has-text-align-right is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow"><p>Vertrauen Sie auf die neue Technologie – in all ihren Ausprägungen, Kombinationen und Anwendungen!</p><cite>Prof. Michael Henke</cite></blockquote>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://blockchain-europe.nrw/vertrauen-ist-gut-aber-die-blockchain-ist-besser/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Perspektiven: Blockchain und Wertgenerierung</title>
		<link>https://blockchain-europe.nrw/perspektiven-blockchain-und-wertgenerierung/</link>
					<comments>https://blockchain-europe.nrw/perspektiven-blockchain-und-wertgenerierung/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Scherer]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 25 Oct 2022 09:30:59 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Perspektiven]]></category>
		<category><![CDATA[Blockchain]]></category>
		<category><![CDATA[Canvas]]></category>
		<category><![CDATA[Geschäftsmodelle]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://blockchain-europe.nrw/?p=17409</guid>

					<description><![CDATA[Maik Hausmann ist wissenschaftlicher Mitarbeiter in der Abteilung Supply Chain Development &#38; Strategy am Fraunhofer-Institut für Materialfluss und Logistik IML und verantwortlich für die (Weiter-)Entwicklung von Blockchain-basierten Geschäftsmodellen. Seine Devise: Wir müssen mutig sein und nicht nur uns selbst bewegen, sondern auch unsere Partner, in manchen Fällen sogar unsere Konkurrenten motivieren und einbinden. Mehr zu [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Maik Hausmann ist wissenschaftlicher Mitarbeiter in der Abteilung Supply Chain Development &amp; Strategy am Fraunhofer-Institut für Materialfluss und Logistik IML und verantwortlich für die (Weiter-)Entwicklung von Blockchain-basierten Geschäftsmodellen. Seine Devise: Wir müssen mutig sein und nicht nur uns selbst bewegen, sondern auch unsere Partner, in manchen Fällen sogar unsere Konkurrenten motivieren und einbinden. Mehr zu seiner Sicht auf die Blockchain-Technologie und weitere Informationen zu seinem Arbeitsfeld mit der Blockchain finden Sie in unserem Perspektiven-Beitrag. </p>



<p><strong>Warum beschäftigst du dich mit dem Thema Geschäftsmodelle und hier insbesondere mit Blockchain-basierten Geschäftsmodellen?</strong></p>



<p>Mir macht es Spaß das große Ganze zu betrachten und da bieten sich Geschäftsmodelle einfach besonders an. Klar stehen der Kunde und das Wertangebot im Vordergrund, doch die Betrachtung eines Geschäftsmodells ist facettenreich. Letztendlich ist das Ziel alle Facetten aufeinander abzustimmen und diese reichen von juristischen Rahmenbedingungen über das Zusammenspiel der beteiligten Partner bis hin zum Einsatz besonders einflussreicher Technologien. Während sich in einigen gut erforschten Bereichen und Branchen Quasi-Standards etabliert haben, ist es bei Blockchain-basierten Geschäftsmodellen nicht so eindeutig. Hier sind viele Entscheidungen noch nicht getroffen, Anwendungsfälle nicht erkannt und das Tempo der Entwicklung ist sehr hoch – und in meinen Augen dementsprechend besonders spannend.</p>



<p><strong>Woran arbeitest du, um Blockchain-basierte Geschäftsmodelle in die Praxis zu bringen? Und warum?</strong></p>



<p>Wir beobachten, dass es noch häufig an Erfolgsgeschichten mangelt und sich zahlreiche Vorurteile wie „Blockchain? Das ist doch diese spekulative Kryptowährung, die Energie für Städte verschluckt“ nach wie vor halten. An beiden Punkten ist zwar ein Funke Wahrheit dran, aber eben auch nur ein Funke. So hinkt die Adoption von Blockchain in der Praxis nach wie vor hinterher und Bitcoin als die wohl populärste Blockchain-Anwendung ist nicht zu Unrecht bekannt für ihren hohen Energiebedarf, jedoch gibt es mittlerweile überraschend viele erfolgreiche Blockchain-Anwendungen in den verschiedensten Bereichen und die technologischen Möglichkeiten sind weit über Bitcoin hinausgewachsen. Dementsprechend fokussieren wir uns bei der Arbeit in Blockchain Europe darauf zum einen zu verstehen warum welche Anwendungen Erfolg haben und andere eben nicht; wir versuchen aber auch daraus zu lernen, unsere Erkenntnisse zu teilen und in geeignete Methoden einfließen zu lassen. Wir erhoffen uns dadurch aufzeigen zu können, dass Blockchain zahlreiche bisher noch selten genutzte Chancen bietet und geben Unternehmen das Handwerkszeug, die eigenen Geschäftsprozesse zu modellieren und im nächsten Schritt auch umsetzen zu können. Konkret konnten wir sieben Blockchain-Geschäftsmodellmuster identifizieren, die sich prima als Orientierungshilfe eignen und durch Unternehmen, die das jeweilige Muster verfolgen unterfüttert sind. Außerdem sind die Entwicklungstools des „Blockchain Business Model Canvas“ sowie des „Stakeholder Canvas“ genau auf die Entwicklung von Blockchain-Geschäftsmodellen zugeschnitten und berücksichtigen so auch die technologischen Eigenschaften und Besonderheiten, die herkömmliche Entwicklungstools häufig nicht bieten können.</p>



<p><strong>Welches Blockchain-basiertes Geschäftsmodell wird wohl die wichtigste Rolle spielen?</strong></p>



<p>Der klassische Track &amp; Trace Anwendungsfall ist meiner Erfahrung nach der bisher in der Logistik am weitesten verbreitete und „passendste“ Anwendungsfall. Hier ergänzen sich die Anforderungen der Unternehmen mit den technischen Eigenschaften der Blockchain hervorragend &#8211; Es gibt häufig viele Parteien, die sich gegenseitig nicht oder nur teilweise vertrauen, aber dennoch darauf angewiesen sind Informationen oder Daten auszutauschen. Entwicklungen wie das Lieferkettengesetz befeuern dabei den Bedarf nach Lösungen, die Transparenz und Nachverfolgbarkeit entlang der Lieferkette gewährleisten können und da bietet sich die Blockchain nun mal besonders an. Sehr spannend, aber bisher noch selten umgesetzt, sind auch Lösungen, die Token verwenden. Während es sich bei diesen Lösungen noch eher um Zukunftsmusik handelt, ist das Potenzial enorm. Ob zur Abbildung von Vermögens- oder Sachwerten, Rechten oder Pflichten, Token sind sehr vielseitig einsetzbar und könnten in Zukunft eine wichtige Rolle spielen.</p>



<p><strong>Und was müssen wir nun tun, um Blockchain-basierte Geschäftsmodelle aufzustellen?</strong></p>



<p>Wir müssen mutig sein und nicht nur uns selbst bewegen, sondern auch unsere Partner, in manchen Fällen sogar unsere Konkurrenten motivieren und einbinden. Blockchain bietet vor allem in Kooperation mit anderen Unternehmen die größten Potenziale und häufig entstehen so auch Mehrwerte für jeden Beteiligten des Netzwerks. Leider bestehen weiterhin noch große Unsicherheiten und mangelndes Technologieverständnis was den Einsatz der Technologie angeht. Das Bedürfnis Daten zu sammeln und einzusehen ist zwar häufig groß, die Bereitschaft selbst Daten zu teilen jedoch häufig sehr gering. Vor allem Vorurteilen muss hier gegengewirkt werden, denn konsortiale Netzwerke bieten durchaus die Möglichkeit gezielt Leserechte an einzelne Parteien freizugeben.</p>



<p></p>



<hr class="wp-block-separator has-alpha-channel-opacity"/>



<p></p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile" style="grid-template-columns:15% auto"><figure class="wp-block-media-text__media"><img decoding="async" width="118" height="159" src="https://blockchain-europe.nrw/wp-content/uploads/MaikHausmann.jpg" alt="" class="wp-image-17410 size-full"/></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p><strong>Maik Hausmann</strong></p>



<p>Fraunhofer IML</p>



<p>Supply Chain Development &amp; Strategy</p>



<p>Blockchain Europe: Blockchain-basierte Geschäftsmodelle </p>
</div></div>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://blockchain-europe.nrw/perspektiven-blockchain-und-wertgenerierung/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Perspektiven: Blockchain &#038; Geschäftsmodelle</title>
		<link>https://blockchain-europe.nrw/perspektiven-blockchain-geschaeftsmodelle/</link>
					<comments>https://blockchain-europe.nrw/perspektiven-blockchain-geschaeftsmodelle/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Scherer]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 13 Oct 2022 10:25:02 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Perspektiven]]></category>
		<category><![CDATA[Blockchain]]></category>
		<category><![CDATA[Geschäftsmodelle]]></category>
		<category><![CDATA[NFT]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://blockchain-europe.nrw/?p=17375</guid>

					<description><![CDATA[Alexander Grünewald ist wissenschaftlicher Mitarbeiter in der Abteilung „Supply Chain Development &#38; Strategy“ am Fraunhofer IML in Dortmund und forscht im Rahmen von Blockchain Europe im Bereich der Blockchain-basierten Geschäftsmodelle. Was treibt dich in deiner täglichen Arbeit in Bereich der Blockchain-Technologie an? Die Blockchain-Technologie ist derzeit noch eine recht junge Technologie, der großes Potenzial nachgesagt [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Alexander Grünewald ist wissenschaftlicher Mitarbeiter in der Abteilung „Supply Chain Development &amp; Strategy“ am Fraunhofer IML in Dortmund und forscht im Rahmen von Blockchain Europe im Bereich der Blockchain-basierten Geschäftsmodelle.</p>



<p><strong>Was treibt dich in deiner täglichen Arbeit in Bereich der Blockchain-Technologie an?</strong></p>



<p>Die Blockchain-Technologie ist derzeit noch eine recht junge Technologie, der großes Potenzial nachgesagt wird. In der unternehmerischen Praxis bringt das Thema allerdings noch nicht ganz so viel PS auf die Straße. Auch wenn die Logistik ein geradezu prädestiniertes Spielfeld für Blockchain Anwendungen bietet, findet die Blockchain-Technologie derzeitig noch vermehrt in anderen Branchen wie der Gaming Industrie und dem Kunstmarkt Anwendung. NFT’s und das Metaverse sind da zwei gute Beispiele. Viele Unternehmen sind derzeitig noch zurückhaltend, es fehlt ihnen an Leuchtturmprojekten, die die Zugänglichkeit zur Technologie erleichtern und konkrete Mehrwerte aufzeigen, sodass momentan vornehmlich Start-ups Anwendungsfelder der Blockchain erschließen und völlig neue Produkte und Dienstleistungen auf den Markt bringen. Das Ganze kann aber nur in Verbindung mit dem passenden Geschäftsmodell gelingen. Und hier sind wir gefragt! Um die Blockchain-Technologie grundsätzlich für die Logistik zu erschließen, bedarf es Aufklärungsarbeit, um Unternehmen aufzeigen zu können, welchen konkreten Einfluss die Technologie auf sie und ihr vorherrschendes Geschäftsmodell hat. Denn nur wer in der Lage ist zu verstehen, welchen Einfluss die Technologie auf das eigene Unternehmen hat, kann sie auch zielgerichtet einsetzen. &nbsp;&nbsp;</p>



<p>Auch wenn die Blockchain-Technologie den „Proof of Concept“ in vielen Fällen noch schuldig geblieben ist und auch noch viele Fragen offen sind, geht es jetzt darum, die technologischen Möglichkeiten zu ergründen und neue Produkte und Dienstleistungen auf den Markt zu bringen. Ansonsten verliert man schnell den Anschluss und wir von anderen überholt. Wer kein eigenes Geschäftsmodells hat, gerät schnell in der Rolle eines Zulieferers oder Konsumenten. So hat man keine Möglichkeit mehr die eigenen Visionen zu gestalten.</p>



<p><strong>Woran genau arbeitest du und was sind die Pläne für die Zukunft?</strong></p>



<p>Wir arbeiten eng mit Unternehmen verschiedenster Branchen und Größen zusammen. Zu Beginn unserer Forschungsarbeit haben wir insbesondere mit Start-ups zusammengearbeitet, um ihre Geschäftsmodelle und die Intention warum sie auf die Blockchain-Technologie setzen zu verstehen. Denn man sollte nicht nur die Blockchain-Technologie des Technologiewillen einsetzen. Aufbauend auf diesen Erkenntnissen konnten wir sieben Geschäftsmodellmuster identifizieren, mit Hilfe derer Unternehmen eine Inspiration erhalten, wie die Technologie schon heute Anwendung findet. Gleichzeitig haben wir auch mit dem Blockchain Business Model Canvas und dem Stakeholder Canvas zwei Konzeptionierungswerkzeuge für die Blockchain Geschäftsmodellentwicklung bereitgestellt. Auf Basis dieser können Unternehmen ihr eigenes Blockchain-Geschäftsmodell skizzieren oder ihr aktuelles Geschäftsmodell um die Blockchain-Technologie ergänzen. Zukünftig stehen zwei Fragestellungen mit im Fokus: Inwiefern kann die Blockchain-Technologie einen Beitrag zur Förderung von Nachhaltigkeit leisten und wie können nachhaltige Blockchain-basierte Geschäftsmodelle gestaltet werden?</p>



<p></p>



<hr class="wp-block-separator has-alpha-channel-opacity"/>



<p></p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile" style="grid-template-columns:15% auto"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="120" height="160" src="https://blockchain-europe.nrw/wp-content/uploads/Alexander-Gruenewald-vCard.jpg" alt="" class="wp-image-17376 size-full"/></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p><strong>Alexander Grünewald</strong></p>



<p>Blockchain-basierte Geschäftsmodelle</p>



<p>Blockchain Europe</p>



<p>Fraunhofer IML</p>
</div></div>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://blockchain-europe.nrw/perspektiven-blockchain-geschaeftsmodelle/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Perspektiven: Blockchain &#038; der Blick aufs Recht</title>
		<link>https://blockchain-europe.nrw/perspektiven-blockchain-der-blick-aufs-recht/</link>
					<comments>https://blockchain-europe.nrw/perspektiven-blockchain-der-blick-aufs-recht/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Scherer]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 10 May 2022 06:19:56 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Perspektiven]]></category>
		<category><![CDATA[Blockchain]]></category>
		<category><![CDATA[Europa]]></category>
		<category><![CDATA[Smart Contracts]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://blockchain-europe.nrw/?p=16850</guid>

					<description><![CDATA[Eine „Blockchain made in Europe“, zentral und verlässlich: Das ist nur ein Anliegen von Prof. Dr. jur. Dagmar Gesmann-Nuissl, das sie im Rahmen unserer Reihe „Perspektiven“ aufzeigt. Im Gespräch mit Blockchain Europe erläutert die Inhaberin der Professur für Privatrecht und Recht des geistigen Eigentums an der Technischen Universität Chemnitz, Mitglied des Beirats von Blockchain Europe, [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Eine „Blockchain made in Europe“, zentral und verlässlich: Das ist<strong> </strong>nur ein Anliegen von Prof. Dr. jur. Dagmar Gesmann-Nuissl, das sie im Rahmen unserer Reihe „Perspektiven“ aufzeigt.<strong> </strong>Im Gespräch mit Blockchain Europe erläutert die Inhaberin der <a href="https://www.tu-chemnitz.de/wirtschaft/jura2/">Professur für Privatrecht und Recht des geistigen Eigentums an der Technischen Universität Chemnitz</a>, Mitglied des Beirats von Blockchain Europe, welche rechtlichen Rahmenbedingungen dafür bereits geschaffen wurden – und welche noch geschaffen werden müssen. &nbsp;</p>



<p><strong>Wie ist Ihr Blick als Juristin auf die Blockchain bzw. die Blockchain-Technologie?</strong></p>



<p>Als Juristin hat man vor allem den Ordnungsrahmen im Blick, der in Bezug auf die Blockchain an vielen Stellen noch ausbaufähig ist. Dabei müssen wir natürlich nicht alle Fragestellungen durch neue Gesetze behandeln, aber die grundlegenden Orientierungen müssen schon durch einen Ordnungsrahmen vorgegeben werden. Ein guter Ordnungsrahmen schafft Vertrauen und hilft am Ende dabei, die Blockchain-Technologie als Instrument zur Beschleunigung, Vereinfachung und Präzisierung von Prozessen und Transaktionen anzunehmen und sie in der Breite der Gesellschaft zu verorten. Darauf aufbauend können dann Normungs- und Standardisierungsaktivitäten einen weiteren Beitrag zur Konkretisierung leisten. <strong></strong></p>



<p><strong>Rechtsunsicherheiten sind für viele Unternehmen, die grundsätzlich Interesse an dem Thema Blockchain haben, heute noch ein Hemmschuh, die Technologie einzuführen &#8230;</strong></p>



<p>Das ist sicherlich richtig – aber mir ist es in diesem Zusammenhang auch wichtig, dass wir nicht pauschal von einer fehlenden Rechtsumgebung sprechen. Denn es gibt durchaus Bereiche, denen sich der Gesetzgeber bereits angenommen hat. Dies gilt vor allem für den Bereich der Finanzwirtschaft und der Kryptowährung, quasi der „Geburtsort“ der Tokenisierung. Im finanzwirtschaftlichen Bereich wurde mit der Änderung des Geldwäschegesetzes der Begriff des Kryptowertes und der Kryptoverwahrgeschäfte eingeführt. Mit dem Gesetz über elektronische Wertpapiere wurde zudem der rechtsgeschäftliche Umgang mit Kryptowerten rechtssicher gestaltet und Ende des Jahres wird eine europäische Verordnung in Kraft treten, die den Markt von Krypto-Assets europaweit reguliert. Im Gegensatz dazu sind wir allerdings im realwirtschaftlichen Bereich noch recht blank.</p>



<p><strong>Was bedeutet das konkret?</strong></p>



<p>Vor allem in den Einsatzgebieten, die für die Industrie und den Mittelstand von Bedeutung sind haben wir Nachholbedarf. Da gilt es zu klären, wie Vertragsschlüssen auf der Blockchain rechtssicher zustande kommen können und Erklärungen gegebenenfalls auch wieder zurückgenommen werden können oder um die Sach- bzw. Rechtsqualität von Vermögenswerten wie Token und NFT (kurz für Non-Fungible Tokens) sowie deren Übertragungs- und Eigentumsfähigkeit. Außerdem bleiben die Gewährleistung und Haftung bis hin zur unternehmerischen Verantwortung klärungsbedürftig – also ein „bunter Strauß“ an Rechtsfragen, der uns im realwirtschaftlichen Bereich noch beschäftigen wird.&nbsp;</p>



<p><strong>Warum ist eine sichere Rechtsumgebung von so entscheidender Bedeutung für die Blockchain bzw. dafür, dass Unternehmen die Blockchain nutzen?</strong></p>



<p>Ein Unternehmen muss einem Instrument vertrauen können. Andernfalls wird es dieses Instrument nicht einsetzen. Vertrauen entsteht nun einmal durch klare und transparente Regeln. Dies gilt umso mehr im Bereich der Digitalwirtschaft. Gerade auf unternehmerischer Seite schwingt immer noch die Angst mit, fehlerhaft zu agieren, sich angreifbar zu machen oder Geschäftsgeheimnisse zu verlieren, wenn plötzlich keine persönlichen Verhandlungen mit dem Vertragspartner mehr stattfinden, sondern die Einzelheiten eines Vertrages bis hin zu dessen Abschluss über Vertragsverhandlungsagenten automatisiert via Smart Contracts durchgeführt werden. Eine verständliche und transparente Rechtsumgebung, die z.B. die Token als Rechtsgut schuld- und sachenrechtlich begleitet und Vertragsabschlüsse über Smart Contracts absichert, würde hier für die notwendige Sicherheit, das Vertrauen und zugleich für Akzeptanz sorgen.</p>



<p><strong>Brauchen wir in Deutschland denn ein Token-Gesetz?</strong></p>



<p>Der Begriff „Token-Gesetz“ hat sich insbesondere durch die Gesetzgebung in der Schweiz und Liechtenstein etabliert. Die beiden Länder waren die ersten, die sich der „Token-Ökonomie“ mittels eines eigenständigen Gesetzes angenommen haben. Während die Schweiz finanzmarktbezogene Regelungen getroffen hat, ist das Token- und VT-Dienstleister-Gesetz aus Liechtenstein anwendungsneutraler. Es definiert unter anderem die Rolle von Intermediären und beschreibt Dienstleistungen sowie Geschäftsmodelle. Ob man ein solches „Token-Gesetz“ auch in Deutschland benötigt, ist meines Erachtens fraglich. Oftmals ist es ausreichend, die bestehenden Regelungen an den richtigen Stellen mit Bedacht fortzuschreiben oder sie mit (Interoperabilitäts-)Standards zu untersetzen. Das Recht sollte technologieneutral bleiben. Lediglich die Rechtsfragen, die sich aus den neuen Technologien ergeben, sollten rechtssicher aufgelöst werden.</p>



<p><strong>Gibt es einen Bereich, in dem sich die Blockchain Ihrer Meinung nach besonders gut einsetzen lässt?</strong></p>



<p>Das Transportwesen bietet grundsätzlich solch ein Anwendungsszenario. Es ist durch klare Strukturen geprägt, die sich wunderbar in „Wenn-dann-Regelungen“ automatisieren lassen. So kann ein Transportgut beispielsweise mit Sensorik ausgestattet sein, die erkennt, dass der Zielort der Ware erreicht und die Zahlung auszuführen ist. Sind begleitende Dokumentationen und Nachweise wie Ladescheine, Produktsicherheitszeugnisse oder Akkreditive erforderlich, dann lassen auch sie sich rechts- und fälschungssicher auf der Blockchain ablegen und automatisiert mit dem Transportgut mitführen. Am Empfangsort reicht es mitunter aus, eine automatisierte Prüfung auf Existenz und Vollständigkeit über Smart Contracts durchzuführen. Diese würde zum Beispiel besagen: „Das Dokument liegt vor, die Zahlung kann erfolgen“. Gerade aufgrund dieser recht einfachen Struktur im Transportbereich wurde in der Literatur bereits sehr früh darauf hingewiesen, dass sich die dort relevanten Bedingungen sehr gut über Smart Contracts – also in Form von Computercodes – festschreiben lassen, die dann nach automatisierter Überprüfung weitere Aktionen selbständig auslösen.</p>



<p><strong>Gilt das denn auch für komplexere Aktivitäten, wie für Vertragsverhandlungen?</strong></p>



<p>Dann wird es in der Tat problematischer. Ich denke da etwa an Verhandlungen über die Erheblichkeit eines Mangels oder an solche über einen Preisnachlass wegen unvorhergesehener Ereignisse. Dafür müssten zuvor alle möglichen Verhandlungspositionen der digitalen Vertragsagenten vorgedacht und durch Smart Contracts abgebildet werden.</p>



<p><strong>Logistik ist heute ja immer auch grenzüberschreitend: Wie sieht es denn im internationalen Kontext aus?</strong></p>



<p>Falls hier unterschiedliche Begriffswelten existieren, müssen auch diese miteinander in Harmonie gebracht werden: Die automatisierten Anweisungen müssen am Ende interoperabel sein. Inwieweit der Gesetzgeber hier unterstützen kann – oder dieses eher Standardisierungsorganisationen vorbehalten sein wird –, wird derzeit untersucht. Jedenfalls ist auch hier eine rechtssichere Umgebung für das Unternehmen, das die Blockchain nutzen soll, unerlässlich.&nbsp;&nbsp;</p>



<p><strong>Mehr Risiken eingehen, mehr Fehler zulassen: Brauchen wir in Deutschland ein neues Mindset für die Blockchain?</strong></p>



<p>Die Blockchain kann in der Datenwirtschaft zu einer wesentlichen Infrastruktur werden. Hierfür muss aber das Vertrauen in ihre Funktionsweise zunehmen. Das kann einerseits durch eine valide „European Blockchain“ und anderseits durch nachahmenswerte und regelbasierte Business Cases befördert werden. Dem sollte man sich offen stellen und auch erste Fehler in Kauf nehmen. Wenn neue Technologien eingeführt werden, lassen sich Fehler und Risiken nie vermeiden. Am Ende resultiert aber auch aus ihnen ein Erkenntnisgewinn und dieser trägt – wo erforderlich – auch zum Nachsteuern im Recht bei. &nbsp;</p>



<p><strong>Welche Maßnahmen müssten jetzt eingeleitet werden?</strong></p>



<p>Wir müssen es schaffen, Wertschöpfungsketten in ihrer Gesamtheit und Branchenvielfalt mittels der Blockchain-Technologie zu begleiten. Dabei kann eine „European Blockchain“ – also eine zentrale und verlässliche Infrastruktur, verbunden mit „klaren Spielregeln“ – eine wertvolle Hilfe leisten. In anderen Bereichen wie im Bereich der Produktsicherheit haben wir schon gezeigt, wie klare und nachvollziehbare Regelungen, die eng mit der Unternehmenswelt abgestimmt werden, eine Akzeptanz und Befolgungsbereitschaft generieren. Wenn wir zu einer „Blockchain made in Europe“ kämen, wäre das ganz prima.</p>



<p><strong>Und welche Anwendungen stehen für Sie im Fokus?</strong></p>



<p>Als Innovations- und Technikrechtlerin mit privatrechtlichem Lehrstuhl liegt mein Interessensgebiet in der Realwirtschaft. Daher wünsche ich mir eine Stärkung und eine zielgerichtete rechtliche Begleitung der realwirtschaftlichen Anwendungsszenarien – auch über die Transportwirtschaft hinaus.</p>



<p></p>



<hr class="wp-block-separator"/>



<p></p>



<div class="wp-block-media-text alignwide is-stacked-on-mobile" style="grid-template-columns:15% auto"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="183" height="275" src="https://blockchain-europe.nrw/wp-content/uploads/gesmannNuissl.jpg" alt="" class="wp-image-16851 size-full"/></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p><strong>Prof. Dr. jur. Dagmar Gesmann-Nuissl</strong></p>



<p>Technischen Universität Chemnitz</p>



<p>Professur für Privatrecht und Recht des geistigen Eigentums </p>



<p>Bild: @TU Chemnitz</p>
</div></div>



<p></p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://blockchain-europe.nrw/perspektiven-blockchain-der-blick-aufs-recht/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Perspektiven: Blockchain &#038; die Praxis in Unternehmen</title>
		<link>https://blockchain-europe.nrw/perspektiven-blockchain-die-praxis-in-unternehmen/</link>
					<comments>https://blockchain-europe.nrw/perspektiven-blockchain-die-praxis-in-unternehmen/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Scherer]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 04 May 2022 05:01:01 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Perspektiven]]></category>
		<category><![CDATA[Blockchain]]></category>
		<category><![CDATA[Vorreiter]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://blockchain-europe.nrw/?p=16534</guid>

					<description><![CDATA[Als Referent Blockchain beim Digitalverband Bitkom e.V. versteht sich Benedikt Faupel als Sprachrohr der vielfältigen Blockchain-Industrie und als Vermittler zur Politik. Im Beirat von Blockchain Europe will sich der Blockchain-Experte nun dafür einsetzen, konkrete Praxisbeispiele stärker in den Vordergrund zu rücken. Im Gespräch mit Blockchain Europe erläutert Faupel, was Unternehmen jetzt tun können und müssen [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Als Referent Blockchain beim <a href="https://www.bitkom.org/Bitkom/Organisation/Gremien/Blockchain.html">Digitalverband Bitkom e.V.</a> versteht sich Benedikt Faupel als Sprachrohr der vielfältigen Blockchain-Industrie und als Vermittler zur Politik. Im Beirat von Blockchain Europe will sich der Blockchain-Experte nun dafür einsetzen, konkrete Praxisbeispiele stärker in den Vordergrund zu rücken. Im Gespräch mit Blockchain Europe erläutert Faupel, was Unternehmen jetzt tun können und müssen – ein Beitrag zu unserer Reihe „Perspektiven“.</p>



<p><strong>Als Vertreter eines Branchenverbands haben Sie einen guten Überblick über die Lage: Wichtige Zukunftstechnologie oder untauglich für die Praxis – wie stehen die deutschen Unternehmen zur Blockchain?</strong></p>



<p>Blockchain gilt bei der Mehrheit der Unternehmen als wichtige Zukunftstechnologie.</p>



<p>Nur eine Minderheit der Unternehmen in Deutschland – sieben Prozent – nutzt allerdings laut einer repräsentativen Befragung des Bitkom unter mehr als 650 Unternehmen die Blockchain-Technologie, plant den Einsatz oder diskutiert zumindest darüber – aber bei denen, die es tun, sind die Erwartungen groß. So geben 94 Prozent dieser Unternehmen an, dass sie mit Hilfe der Blockchain neue Produkte oder Dienstleistungen anbieten können. Und fast alle – tatsächlich 99 Prozent – sagen, dass sie mit Hilfe der Blockchain bestehende Produkte oder Dienstleistungen anpassen wollen.</p>



<p><strong>Und wie ist Deutschland als Wirtschaftsstandort in Sachen Blockchain aufgestellt?</strong></p>



<p>Deutschland hat im Bereich Blockchain eine gute Ausgangslage. Die 2019 verabschiedete Nationale Blockchain-Strategie zeigt, dass Deutschland eine internationale Vorreiterrolle einnehmen kann. Auch im Koalitionsvertrag ist festgehalten, dass die Chancen der Blockchain-Technologie genutzt werden sollen. Im Finanzbereich beispielsweise wurden und werden durch diverse Gesetzesvorhaben zu Kryptowerten und Kryptowertpapieren die Weichen für den breiten Einsatz der Technologie gestellt. Und auch in zahlreichen Branchen wie der Logistik kommt Blockchain bereits konkret zum Einsatz. Mit vielen innovativen Start-ups und aufgeschlossenen Konzernen in unterschiedlichsten Branchen gehört Deutschland auch wirtschaftlich zu den »Blockchain-Hotspots« weltweit.</p>



<p><strong>Allerdings halten sich hierzulande viele Irrtümer zur Blockchain hartnäckig. Welche hören Sie besonders häufig?</strong></p>



<p>Es sind vor allem drei. Erstens: Blockchain ist gleich Bitcoin. Zweitens: Blockchains und Kryptowährungen dienen nur als Spekulationsobjekt. Und drittens: Blockchains und Kryptowährungen sind nicht reguliert.</p>



<p><strong>Und wie stellen Sie das richtig?</strong></p>



<p>Dazu muss ich schon ein bisschen ausholen: Bitcoin ist eine Kryptowährung, die auf der Blockchain-Technologie basiert. Es gibt aber über tausend andere Kryptowährungen. Blockchains werden dabei nicht nur für Kryptowährungen eingesetzt. Es gibt vielfältige Anwendungsmöglichkeiten, wie z.B. in der Logistik zur Überprüfung von Lieferketten oder verbesserter Transportplanung. Außerdem entstehen immer wieder neue Ideen und es entwickeln sich weitere Anwendungsfelder, die neue Möglichkeiten für die Blockchain-Nutzung bieten. Zudem ist die Regulierung von Blockchain-Technologie und Kryptwährungen in den letzten Jahren stark vorangeschritten. Als Bitkom setzen wir uns für eine sinnvolle und effiziente Regulierung ein. Auf europäischer Ebene wird gerade die Markets-in-Crypto-Assets Regulation (MiCA) finalisiert, mit der ein einheitlicher europäischen Markt für Blockchain-basierte Finanzprodukte entstehen soll. Wichtig ist aber auch, dass zum Beispiel im Bereich Geldwäschebekämpfung bei Kryptowerten nicht eins zu eins regulatorische Vorgaben aus dem klassischen Finanzsystem angewendet werden, sondern auf neue technologische Möglichkeiten der Blockchain gesetzt wird.</p>



<p><strong>Noch einmal zurück zu den Unternehmen: Ist Blockchain zurzeit eher ein Thema in den großen oder auch in den mittelständischen und kleinen Unternehmen?</strong></p>



<p>Unsere Studie hat gezeigt: Vor allem Großunternehmen beschäftigen sich zurzeit intensiv mit der Blockchain. Rund zwei Drittel der Unternehmen mit 2.000 oder mehr Beschäftigen tun dies sehr intensiv, bei denen mit 500 bis 1.999 Beschäftigten sind es immerhin noch 29 Prozent. Im Mittelstand mit 100 bis 499 Beschäftigten liegt der Anteil mit 15 Prozent deutlich darunter und nur neun Prozent der Unternehmen mit 50 bis 99 Beschäftigten setzen sich intensiv mit der Blockchain auseinander.</p>



<p><strong>Was planen die Unternehmen denn mit Blick auf die Blockchain? Wo sehen sie Einsatzpotenziale?<br></strong>73 Prozent der Unternehmen planen vor allem den Einsatz in den Bereichen Finanzen, Buchhaltung oder Controlling. Dahinter folgen mit deutlichem Abstand die Bereiche „Logistik, Lager und Versand“, „Einkauf“ und „Produktion“.</p>



<p><strong>Immer öfter liest man, dass Deutschland droht, bei der Blockchain den Anschluss zu verlieren. Was braucht es Ihrer Meinung nach, damit sich die Technologie jetzt durchsetzt?</strong></p>



<p>Die Bundesregierung sollte bei der Etablierung von Standards stärker vorangehen und für Vertrauen in diesem noch jungen Markt sorgen. Es braucht außerdem einen massiven Ausbau der Blockchain-Expertise im Hochschulbereich. Es müssen neue Lehrstühle und Kurse an der Schnittstelle zwischen Informatik und Wirtschaft geschaffen werden. Blockchain muss analog zu Industrie 4.0 und KI ein IT-Fokusthema in der Forschungslandschaft werden. Außerdem muss ein eigener Blockchain-Hub bzw. ein Blockchain-Kompetenzzentrum als zentraler Ansprechpartner und Netzwerkbilder für KMUs, Start-ups und Großunternehmen eingerichtet werden. Zudem brauchen wir einen Blockchain-spezifischen Fördertopf mit eigenen finanziellen Mitteln zur Förderung der Technologie. Die Einrichtung einer zentralen Kompetenzstelle für Blockchain-Anwendungen in der Verwaltung wäre ein sinnvoller Schritt.</p>



<p><strong>Wie wichtig sind Open Source und Anwender- bzw. Entwickler-Communitys für den Einsatz der Blockchain-Technologie?</strong></p>



<p>Bei der Blockchain gilt dasselbe wie für andere neue, innovative Technologien, wie zum Beispiel Künstlicher Intelligenz: Open Source kommt in diesen Bereichen eine wichtige Bedeutung zu, weil dort das Entwicklungstempo besonders hoch ist. Durch den offenen Quellcode und die Möglichkeit, viele Menschen in die Entwicklung einzubinden, können besonders schnell neue Anwendungen entwickelt werden, die wiederum Grundlage für technologische Innovationen sind.</p>



<p><strong>Als Mitglied im Beirat von Blockchain Europe: Wofür wollen Sie bzw. der Bitkom sich einsetzen?</strong></p>



<p>Der Bitkom versteht sich als Sprachrohr und Plattform für die Blockchain-Technologie in Deutschland. Wir versammeln IT-Industrie, Finanzindustrie, Blockchain-Startup-Szene, Rechtsexpertinnen und -experten, Wissenschaft, Regulatoren und politische Stakeholder, um das Thema Blockchain aus verschiedenen Perspektiven zu beleuchten und die dafür geeigneten Rahmenbedingungen in Deutschland und Europa zu schaffen. Wir möchten, dass Deutschland und Europa zu einem Blockchain-Hotspot und Vorreiter werden. Als <em>DAS</em> kompetente Blockchain-Netzwerk in Deutschland möchten wir Blockchain Europe dabei unterstützen, die konkreten Praxisbeispiele der Blockchain-Technologie stärker in den Vordergrund zu rücken und den Austausch zwischen unterschiedlichen Stakeholdern zu verbessern.</p>



<p></p>



<hr class="wp-block-separator"/>



<p></p>



<div class="wp-block-media-text alignwide is-stacked-on-mobile" style="grid-template-columns:32% auto"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="768" src="https://blockchain-europe.nrw/wp-content/uploads/Benedikt_Faupel_Bild_D_4000x3000px-1024x768.jpg" alt="" class="wp-image-16535 size-full" srcset="https://blockchain-europe.nrw/wp-content/uploads/Benedikt_Faupel_Bild_D_4000x3000px-980x735.jpg 980w, https://blockchain-europe.nrw/wp-content/uploads/Benedikt_Faupel_Bild_D_4000x3000px-480x360.jpg 480w" sizes="(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) and (max-width: 980px) 980px, (min-width: 981px) 1024px, 100vw" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<h2 class="wp-block-heading">Benedikt Faupel</h2>



<p>Digitalverband Bitkom e.V. </p>



<p>Referent Blockchain</p>
</div></div>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://blockchain-europe.nrw/perspektiven-blockchain-die-praxis-in-unternehmen/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Perspektiven: Technologieführerschaft Blockchain &#8211; Jetzt!</title>
		<link>https://blockchain-europe.nrw/perspektiven-technologiefuehrerschaft-blockchain-jetzt/</link>
					<comments>https://blockchain-europe.nrw/perspektiven-technologiefuehrerschaft-blockchain-jetzt/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Scherer]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 02 May 2022 12:09:21 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Perspektiven]]></category>
		<category><![CDATA[Blockchain]]></category>
		<category><![CDATA[Deutschland]]></category>
		<category><![CDATA[Digitalisierung]]></category>
		<category><![CDATA[Europa]]></category>
		<category><![CDATA[Geschäftsmodelle]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://blockchain-europe.nrw/?p=16531</guid>

					<description><![CDATA[Axel T. Schulte ist Abteilungsleiter für „Einkauf und Finanzen im Supply Chain Management“ am Fraunhofer IML in Dortmund und aktives Mitglied im Projekt Blockchain Europe. Wenn es um Blockchain geht, ist sein Motto: Loslegen, auch wenn die Lösung vielleicht nur zu 90 Prozent fertig ist. Einen Einblick gibt er uns in den Blockchain-Perspektiven. Was treibt [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Axel T. Schulte ist Abteilungsleiter für „Einkauf und Finanzen im Supply Chain Management“ am Fraunhofer IML in Dortmund und aktives Mitglied im Projekt Blockchain Europe. Wenn es um Blockchain geht, ist sein Motto: Loslegen, auch wenn die Lösung vielleicht nur zu 90 Prozent fertig ist. Einen Einblick gibt er uns in den Blockchain-Perspektiven<em>.</em></p>



<p><em><strong>Was treibt dich in deiner täglichen Arbeit im Themenbereich der Blockchain-Technologie an?</strong></em></p>



<p>Der Blockchain-Technologie – im Zusammenspiel mit anderen Technologien und anhand konkreter Anwendungsfälle – in Deutschland und Europa schnell zum Erfolg zu verhelfen und nicht anderen das Feld zu überlassen. Das zu schaffen und hier einen Beitrag zu leisten, das treibt mich jeden Tag an, gemeinsam mit meinen Kolleginnen und Kollegen bei Fraunhofer und den Partnerinnen und Partnern aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft.</p>



<p><strong><em>Welche Herausforderungen und Chancen siehst du bei den Themen Digitalisierung und Blockchain?</em></strong></p>



<p>Was Abhängigkeiten in Lieferketten bedeuten, sehen und spüren wir aktuell. In Verbindung mit anderen Entwicklungen und Zielen, wie bspw. im Rahmen der Nachhaltigkeit, stellt uns das derzeit vor enorme Herausforderungen. Um Abhängigkeiten zu reduzieren, benötigen wir auch Technologie-Führerschaft.</p>



<p>Im Hinblick auf die Digitalisierung und digitale Geschäftsmodelle für den B2C-Bereich ist uns das nicht gelungen. Hier dominieren heute die großen Plattformanbieter aus anderen Regionen den Markt und setzen Standards. Im B2B-Bereich hat Europa &#8211; und allen voran Deutschland &#8211; noch viele Chancen. Unsere Voraussetzungen mit den Branchen Maschinenbau, Automotive, Pharma &amp; Chemie sowie dem starken und innovativen Mittelstand sind nach wie vor extrem gut. Aber wir müssen das Zeitfenster nutzen, bevor es sich schließt.</p>



<p><strong>Wir sollten uns also die Technologie-Führerschaft in Deutschland und Europe im Bereich Blockchain sichern – was braucht es dafür?</strong></p>



<p>Auch wenn die Blockchain-Technologie den `Proof of Concept´ in vielen Fällen noch erbringen muss und ausrollbare Minimal Viable Products noch die Ausnahme sind, geht es jetzt darum, die Möglichkeiten zu nutzen. Wir dürfen nicht warten, bis alle Fragen hinsichtlich Rechtssicherheit und Wirtschaftlichkeit geklärt, bis alle Sicherheitsrisiken untersucht und im Idealfall alle Standards geschaffen sind. Die letzten 10 Prozent zur 100-prozentigen Perfektion kosten uns 90 Prozent des Aufwands und wertvolle Zeit. Zeit, die wir nicht haben, wenn wir im Bereich Blockchain führend werden wollen. Wenn wir die zukünftigen digitalen Geschäftsmodelle selbst entwickeln und nutzen wollen, anstatt uns zukünftig auf die Rolle des Zulieferers und Konsumenten beschränken zu müssen.</p>



<p><strong>Scheint, als müssten wir jetzt schnell handeln?</strong></p>



<p>Wir müssen jetzt loslegen, nicht morgen, nicht erst im nächsten Quartal und auch nicht im nächsten Jahr. Auch wenn wir den Ausgang und das genaue Kosten-Nutzen-Verhältnis noch nicht kennen. Auch wenn Rest-Risiken bleiben und wir nicht genau wissen, ob es oder welcher Teil am Ende funktioniert.</p>



<p>Unsere EnterpriseLab-Partner Commerzbank, Rhenus, Telekom und andere gehen diesen Weg bereits, mit eigenen Mitteln. Auch mittelständische Partner wie Piel (im Bereich technischer Großhandel), EJOT (im Bereich Automotive) und die Brüder Kronhardt (im Bereich Tunnelbau) entwickeln und testen bereits Blockchain-basierte Lösungen mit uns. Mit der durch das Land NRW und Minister Pinkwart finanzierten Initiative `Blockchain Europe´ und den hier von uns entwickelten Lösungen, die Open Source gestellt werden, kommt weitere Unterstützung. Wir verbinden diese Aktivitäten eng mit der ebenfalls bei uns am Fraunhofer IML verankerten Initiative zur `<a href="https://www.silicon-economy.com/">Silicon Economy´</a>, in der ebenfalls Open Source-Lösungen entwickelt werden, die allen Interessierten zur Verfügung stehen.</p>



<p>Dr. Axel T. Schulte | Fraunhofer IML | +49 231 9743-298 | axel.t.schulte@iml.fraunhofer.de </p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://blockchain-europe.nrw/perspektiven-technologiefuehrerschaft-blockchain-jetzt/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Perspektiven: Blockchain und Open Source im SCM</title>
		<link>https://blockchain-europe.nrw/perspektiven-blockchain-und-open-source-im-scm/</link>
					<comments>https://blockchain-europe.nrw/perspektiven-blockchain-und-open-source-im-scm/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Scherer]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 03 Mar 2022 08:48:59 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Perspektiven]]></category>
		<category><![CDATA[Blockchain]]></category>
		<category><![CDATA[Finance]]></category>
		<category><![CDATA[Open Source]]></category>
		<category><![CDATA[OS]]></category>
		<category><![CDATA[SCM]]></category>
		<category><![CDATA[Supply Chain Management]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://blockchain-europe.nrw/?p=16169</guid>

					<description><![CDATA[Dr.-Ing. Maximilian Austerjost ist Projektleiter bei Blockchain Europe, dem Projekt zum Aufbau des Europäischen Blockchain-Instituts in NRW. In seinem Berufsalltag möchte er die Blockchain-Technologie in die breitere Anwendung bringen. Seine Sichtweise stellt er uns in der Reihe „Blockchain Perspektiven“ vor. Blockchain, eine faszinierende Technologie mit dem Potenzial des Internets, in einer Vielzahl an Anwendungsbereichen als [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Dr.-Ing. Maximilian Austerjost ist Projektleiter bei Blockchain Europe, dem Projekt zum Aufbau des Europäischen Blockchain-Instituts in NRW. In seinem Berufsalltag möchte er die Blockchain-Technologie in die breitere Anwendung bringen. Seine Sichtweise stellt er uns in der Reihe „Blockchain Perspektiven“ vor.</p>



<p>Blockchain, eine faszinierende Technologie mit dem Potenzial des Internets, in einer Vielzahl an Anwendungsbereichen als vernetzende Instanz eingesetzt zu werden. Überall dort, wo Daten einer Vielzahl von Partnern zugänglich gemacht werden sollen, spielt sie ihre Stärken aus: Transparenz und Integrität zwischen Partnern als Basis für Automatisierung und Digitalisierung.</p>



<p>Das Supply Chain Management im Allgemeinen und die Logistik im Besonderen sind prädestiniert für den Einsatz der Blockchain Technologie. Vertrauen in Partner, Prozesseffizienz und Produktivitätsgewinne stehen in Aussicht. Doch es waltet noch Vorsicht. Die Zugänglichkeit zur Technologie, Erfahrungen im Umgang mit ihr, wie auch nachgewiesene Einsatzpotenziale fehlen und halten Unternehmen dabei zurück auf die neue Technologie zu setzen.</p>



<p>Das sollten wir ändern! Die Blockchain-Technologie muss für die Logistik grundsätzlich erschlossen und so portioniert und zugänglich gemacht werden, dass sie für Jedermann genießbar wird: Das Rüstzeug in Form von Software und Hinweisen zu deren Einsatz sollten frei zur eigenen Nutzung und bedarfsgerechten Anpassung zur Verfügung gestellt werden. Unser Credo heißt also: Open Source.</p>



<p>Aus meiner Sicht sind für die Erfüllung des Vorhabens drei zentralen Leitlinien essenziell. Es muss eine konsequente Integration von Informations- und Finanzfluss in den Materialfluss stattfinden. Dazu muss verstärkt auf Komponenten gesetzt werden, die den Aufbau eines Financial Supply Chain Managements begünstigen. Die Stärken der Blockchain-Technologie werden so ideal herausgespielt, indem bspw. Vertragsinhalte in Netzwerken beschlossen und Finanztransaktionen bei Erfüllung von bestimmten Vertragsbedingungen selbständig ausgelöst werden. Open Source Komponenten bilden so ein Fundament zur Realisierung eventbasierter Zahlungsströme in großen Liefernetzwerken, Pay-per-Use-Geschäftsmodellen, wie auch shared warehouse- und shared production-Anwendungen.</p>



<p>In der Entwicklung von Open Source Komponenten sollte vor allem auf generische, wiederverwendbare Softwarekomponenten gesetzt werden. Auch wenn die Software im Kontext bestimmter Anwendungsfälle entwickelt wird, die Sicherstellung einer Adaption, d.h. die Wiederverwendbarkeit der entwickelten Software in anderen Anwendungsfällen, sollte forciert werden. Die Aufbereitung bestehender Software-Services als generische Softwarekomponenten ermöglicht eine weite Verbreitung in der Logistik und fördert Blockchain-basierte Prozesse.</p>



<p>Um diese universell einsetzbaren Open Source Komponenten tatsächlich in den Einsatz zu bringen, müssen sie erlebbar und testbar werden. Die Potenziale und Einsatzmöglichkeiten dieser Lösungen müssen in Showcases und Demonstratoren erlebbar und verständlich zugänglich sein. So erhalten auch Neulinge im Bereich der Blockchain eine Anlaufstelle, um sich von der Technologie und ihren Einsatzmöglichkeiten zu überzeugen.</p>



<p>Dr.-Ing. Maximilian Austerjost | Fraunhofer IML | maximilian.austerjost@iml.fraunhofer.de </p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://blockchain-europe.nrw/perspektiven-blockchain-und-open-source-im-scm/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Perspektiven: Blockchain &#038; Wissenschaftskommunikation</title>
		<link>https://blockchain-europe.nrw/perspektiven-blockchain-wissenschaftskommunikation/</link>
					<comments>https://blockchain-europe.nrw/perspektiven-blockchain-wissenschaftskommunikation/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Scherer]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 22 Feb 2022 15:11:34 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Perspektiven]]></category>
		<category><![CDATA[Animation]]></category>
		<category><![CDATA[Blockchain]]></category>
		<category><![CDATA[Comic]]></category>
		<category><![CDATA[Community]]></category>
		<category><![CDATA[Events]]></category>
		<category><![CDATA[Kommunikation]]></category>
		<category><![CDATA[Kopfkino]]></category>
		<category><![CDATA[LedgerMan]]></category>
		<category><![CDATA[Perspektive]]></category>
		<category><![CDATA[Sichtweise]]></category>
		<category><![CDATA[Wissenschaftskommunikation]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://blockchain-europe.nrw/?p=16135</guid>

					<description><![CDATA[Das Projekt Blockchain Europe und seine Community sind facettenreich. Es gibt ganz unterschiedliche Perspektiven auf das Wissenschafts-, Anwendungs- und Arbeitsfeld Blockchain. Britta Scherer ist Managerin für Kommunikation und Community. In ihrem &#8222;Daily Business&#8220; dreht sich alles um die Wissenschaftskommunikation rund um die Blockchain-Technologie. Aus welcher Sicht eine Kommunikationsexpertin auf das Thema blickt, verrät sie uns [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Das Projekt Blockchain Europe und seine Community sind facettenreich. Es gibt ganz unterschiedliche Perspektiven auf das Wissenschafts-, Anwendungs- und Arbeitsfeld Blockchain. Britta Scherer ist Managerin für Kommunikation und Community. In ihrem &#8222;Daily Business&#8220; dreht sich alles um die Wissenschaftskommunikation rund um die Blockchain-Technologie. Aus welcher Sicht eine Kommunikationsexpertin auf das Thema blickt, verrät sie uns im Kurzinterview. </p>



<p><strong>Blockchain Europe: Du trägst den Titel „Kommunikation und Communitymanagement“ im Projekt Blockchain Europe, vor welchen Herausforderungen stehst du in deinem Job?</strong></p>



<p>Britta Scherer: Das Thema Blockchain ist nur schwer greifbar. Darüber hinaus sage ich immer, dass sich die Community in sogenannte „Blockchain Evangelisten“ und „Blockchain Agnostiker“ aufteilt. Außerhalb der Community gibt es viele, zumindest in Deutschland, die noch nie etwas von der Technologie gehört haben. Die Herausforderung ist es also, die Technologie und ihre Anwendungsmöglichkeiten einfach, prägnant und verständlich darzustellen und dabei sowohl die Newbies, als auch die Nerds abzuholen.</p>



<p><strong>Blockchain Europe: Wie kann man diese Herausforderung meistern?</strong></p>



<p>Britta Scherer: Das ist eine gute Frage! Viele Wegen führen nach Rom, den einen, einzig wahren gibt es da nicht. Aber was immer hilft, ist die bildhafte Sprache und das Runterbrechen zum Teil hoch wissenschaftlicher Inhalte.</p>



<p>Ich habe beispielsweise die Strategie „Kopfkino“ ins Leben gerufen. Fragen wir unsere Eltern, Großeltern, Nachbarn oder auch Freunde oder Kinder, verstehen letztendlich die wenigsten neueste Technologien. Das gilt übrigens auch für ältere „neue“ Technologien. Aber schauen wir uns die künstliche Intelligenz an, so kann gefühlt jeder etwas damit anfangen. Man denkt an diverse Kinofilme, menschenähnliche Roboter oder smarte und vernetzte Häuser. Man hat also direkt ein Bild im Kopf und deshalb ist einem die Technologie gar nicht mehr so fremd, obwohl kaum jemand die wissenschaftlichen und technologischen Zusammenhänge kennt. Das möchte ich für die Blockchain-Technologie auch schaffen.</p>



<p>LedgerMan ist der Anfang. Der Blockchain-Superheld im Comicformat nimmt uns mit auf seine Abenteuer und dabei lernen wir die Anwendung der Blockchain kennen. Das sind zwar keine Kinofilme, aber sie geben eine einfache Einführung in das Thema, eignen sich für Groß und Klein sowie für Anfänger und Fortgeschrittene.</p>



<p><strong>Blockchain Europe: Verstehen deine Eltern seit der Veröffentlichung der animierten Filme, was du machst und was Blockchain ist?</strong></p>



<p>Britta Scherer: <em>(Lacht). </em>Nein, aber sie haben eine grobe Vorstellung davon, was die Technologie kann und wofür man sie braucht. Meine Neffen fiebern der nächsten Staffel entgegen, meine Kolleginnen und Kollegen sprudeln vor Ideen für neue Folgen und unsere Community begleitet den Superhelden gerne auf neuen Abenteuern. So schnell lässt sich Kopfkino nicht umsetzen, aber der Anfang ist gemacht.</p>



<p><strong>Blockchain Europe: Warum ein Comic?</strong></p>



<p>Wie viele Digitalisierungs- oder IT-Themen, lässt sich Blockchain nur schwer bildlich darstellen – erschwerend kommt die Pandemie hinzu, seit über zwei Jahren kann ich keine Fotos von realen Terminen oder Demonstratoren machen. Schnöde Schmuckbilder mit futuristischen Hintergründen und Einsen und Nullen im Vordergrund oder das im Fall Blockchain beliebte Kettensymbol sind nur selten Eyecatcher. Also haben wir eine eigene Bildsprache und eine eigene grafische Welt erschaffen. Abgesehen davon kann keine andere Maßnahme tatsächlich alle unterschiedlichen Zielgruppen so abholen, wie ein Comic. In Schubladen gedacht &#8211; und ich darf das sagen, weil ich selber einer bin &#8211; lieben Nerds Comics. Das Comicheft wurde deshalb auch authentisch verschweißt in der Original Collector‘s Edition veröffentlicht – für den Sammelwert. Und nicht nur Kinder lieben animierte Filme. Die Gründe, warum die Simpsons oder die Minions auch bei Erwachsenen so beliebt sind, sind die versteckten Witze und Andeutung &#8211; der Bezug zu realen Ereignissen. In einem Comic darf die Welt auch mal schwarz-weiß sein und ein bisschen Humor eingebaut werden. </p>



<p><strong>Blockchain Europe: Ein Comic und die dazugehörigen Animationsfilme sind ein sehr arbeitsintensives Vorhaben. Gibt es auch andere Möglichkeiten, wie man das Thema Blockchain kommunizieren kann?</strong></p>



<p>Britta Scherer: Das Thema eignet sich, genauso wie alle anderen wissenschaftlichen Themen, für die meisten klassischen Maßnahmen. Werfen wir einen Blick in die Physik oder aber in den Maschinenbau, sind die Themen dort auch nicht schwerer, einfacher oder spezieller.</p>



<p>Grundsätzlich helfen Videos. Hier werden gleich mehre Sinne angesprochen, der konkrete Arbeitsgegenstand kann gezeigt werden und die Community kann die Menschen dahinter kennenlernen. Darüber hinaus sind Events ein ganz wichtiges Instrument. Menschen müssen miteinander in den Austausch kommen, von den Erfahrungen anderer lernen und Meinungen teilen können.</p>



<p>Manchmal hilft es auch gegen gängige Vorurteile anzugehen. Wir haben beispielsweise unsere Kampagne „Fake News“ gestartet. Vor allem im Internet kursieren diverse Vorurteile und Mythen zur Blockchain-Technologie, die sich auch hartnäckig in den Köpfen mancher Menschen manifestiert haben. Deshalb haben wir in kurzen und sachlichen Texten mit einigen Vorurteilen aufgeräumt.</p>



<p><strong>Blockchain Europe: Womit kann die Blockchain Community in nächster Zeit noch rechnen?</strong></p>



<p>Britta Scherer: Mit spannenden Events. Unser Blockchain-Praktiker, das Blended Learning Format, startet in die zweite Runde und unsere Meet-up Reihe geht im April weiter. Unsere Whitepaperreihe wird veröffentlicht. Und, kleiner Spoiler: Die zweite Staffel LedgerMan startet am 24. März. Nicht zuletzt gibt es neue Inhalte in unserer Rubrik „Machen“ auf der Blockchain Europe Website. Wir werden weitere Umsetzungsprojekte aus der Community vorstellen. Passend dazu gibt es dann auch wieder viele Videos auf unserem YouTube-Channel.</p>



<p>Hier geht&#8217;s zu <a href="https://blockchain-europe.nrw/ledgerman/">LedgerMan</a></p>



<p></p>



<p><strong>Kontaktinformationen</strong></p>



<p>Britta Scherer | Fraunhofer IML | britta.scherer@iml.fraunhofer.de | 0231 9743 413</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://blockchain-europe.nrw/perspektiven-blockchain-wissenschaftskommunikation/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
	</channel>
</rss>
