Über 70 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus der ganzen Welt kamen für die erste UnConference Blockchain Europe vom 27.-28. April 2021 zusammen. Ein Programm gab es nicht, nur einen groben Rahmen, denn eine UnConference ist ein agiles Eventformat. Die Teilnehmer entscheiden über den Ablauf. Jeder kann sich zu jedem Zeitpunkt einbringen. Zur Auswahl standen sieben Fokussessions, in denen zwei Tage lang an konkreten Fragestellungen gearbeitet wurde.

„Sie denken, Sie haben jede Online-Konferenz gesehen, die es gibt? Denken Sie um! Blockchain Europe organisierte eine fantastische “Un-“Konferenz mit vielen kollaborativen Workshops. Das ist so nah an einer guten alten Konferenz, wie Sie sie in Erinnerung haben“, verkündete ein Teilnehmer in den sozialen Medien. Zu den kollaborativen Formaten gehörten Diskussionen, Workshops, innovative Tools, Quiz-Elemente und ein Get-together, bei dem die Teilnehmer selbst entschieden, mit wem Sie sich unterhalten wollen. Für eine gemeinsame Erfahrung und genügend Energie in den Diskussionen sorgte unter anderem auch das Event-Paket mit Spezialitäten und Besonderheiten aus Nordrhein-Westfalen, Deutschland und Europa.

Die Idee hinter der UnConference war ein gemeinsamer Start in die Blockchain Ära, denn Blockchain Europe möchte gemeinsam mit der Community die Blockchain-Technologie und ihre Anwendungsbereiche weiterentwickeln. Dabei stehen Open Source Software, Hardware und Geschäftsmodelle im Mittelpunkt. Im Fokus der Sessions standen die Themen Gefahrgut, Zoll und Brexit, Supply Chain Management, Instandhaltung mit der digitalen Lebenslaufakte, die Entwicklung von Blockchain Basis Komponenten sowie Blockchain-basierte Geschäftsmodelle. Abgerundet wurde das Angebot mit einem gänzlich neuen Ideationworkshop mit neuen Methoden zur Strukturierung und Entwicklung von Innovation.

Bei einer UnConference gibt es keine klassischen Vorträge. Eine ergebnisorientierte Umsetzung steht im Vordergrund. Die Ergebnisse waren vielfältig und zukunftsweisend. Beispielsweise gründete sich eine neue Blockchain und Zoll Arbeitsgruppe, die sich nun regelmäßig treffen wird. Eine Layer-Struktur für die digitale Lebenslaufakte unter Einsatz von Blockchain wurde konzipiert und wird bald als wissenschaftliches Paper veröffentlicht. Ein neues Gefahrgut-Device unter dem Namen „Dragon“ wurde konzipiert und fand direkt einen Praxispartner, der das Device in den Unternehmensprozessen testen möchte und neue Strategien bei der Entwicklung von Blockchain-basierten Geschäftsmodellen wurden vorgestellt.

„Machen Sie sich bereit, überrascht zu werden“, erklärte Maximilian Austerjost, Projektleiter Blockchain Europe, bei der Vorstellung der vier wesentlichen Regeln einer UnConference. Überrascht wurden tatsächlich alle Teilnehmenden und die Organisatoren. Nach zwei erfolgreichen Tagen steht aber fest, agiles Arbeiten kann auch in Zeiten von Corona und digital funktionieren.